Do., 21.11.2013
Mal heiter, mal andächtig
Das etwas andere Buch über den Jakobsweg
Silvia Wiefel ist Mitautorin des etwas anderen Pilgerbuches mit 352
Seiten. Es wird am 28. November im Gemeindezentrum an der Jakobuskirche
vorgestellt.
Foto: Matthias Ahlke
Münster -
Im Jahr 2010 machte sie sich zum ersten Mal auf den Weg von Belorado
nach Santiago de Compostela, 2012 ein weiteres Mal zusammen mit ihrem
Mann. Jetzt hat Silvia Wiefel als Mitautorin das Buch „Pilgerstimmen“
mit Eindrücken vom Jakogsweg herausgegeben.
Von Maria Meik
Es war ein kleiner Laden. An einem ganz besonderen Weg in Spanien
gelegen. Silvia Wiefel brauchte Seidenstrümpfe. Der Ladenbesitzer wusste
mit dem Wort Seidenstrümpfe jedoch nichts anzufangen. Wie heißen die
bloß auf Spanisch? Silvia Wiefel rief eine Freundin an, die wusste es.
Und schon waren die „Media corta“ gekauft.
„Seidenstrümpfe, die
man unter den Socken trägt, sind gut gegen Blasen. Und Hirschtalg macht
die Fußhaut weich“, weiß die 45-jährige Silvia Wiefel, die in
Wanderschuhen gut zu Fuß ist. Nicht irgendwo, sondern auf dem Jakobsweg.
Nur
mit dem Allernötigsten im Rucksack – so um die zehn Kilogramm – machte
sie sich im Jahr 2010 alleine auf die 540 Kilometer lange Strecke von
Belorado nach Santiago und steckte nach ihrer Heimkehr Ehemann Guido und
den Jüngeren ihrer beiden Söhne mit dem „Virus caminiensis“ an. Und
siehe da – sie machten sich auf die „Socken“.
Im Jahr 2012 ging sie gemeinsam mit ihren Mann auf die Pilgerschaft.
„Dabei habe ich ganz neue Facetten an ihm kennengelernt.“
Sie schätzt den Erfahrungsschatz, den der Jakobsweg bietet. Wo schlafe ich,
wo kann man Lebensmittel kaufen, und halten die Füße durch? Das sind
die wichtigsten Fragen.
„Alles andere wird unwichtig. Am Ende
kommt man gelassener wieder nach Hause. Sieht vieles mit einem Lächeln
und konzentriert sich auf die wesentlichen Dinge im Leben“, sagt die
Pilgerbegeisterte, die bei der LVM-Versicherung in der Personalabteilung
tätig ist. Die tiefgründigen Gespräche mit Menschen aus allen Nationen
haben ihr viel bedeutet. „Ich habe Pilger aus allen sozialen Schichten
getroffen, von lokaler Prominenz aus Abu Dhabi bis hin zum
Bettelstudenten.“
Zu schade, um die vielen Eindrücke untern Tisch
fallen zu lassen, auf dem Weg im Zeichen der Muschel zum Heiligen
Jakobus in Santiago de Compostela. Nicht nur die von Wiefel, sondern von
22 weiteren Autoren. Diese sprudeln in ihren Beiträgen nur so über und
erzählen auf ihre Art. Das Sammelsurium an Eindrücken auf dem Camino ist
in dem Buch „Pilgerstimmen: Erlebtes und Gefühltes auf dem Jakobsweg –
Pilger berichten‘“ zusammengefasst. Birgit Reichwein und Andrea Brückner
haben es im Eigenverlag herausgebracht. Hinter dem Werk stehen die
Mitglieder des Pilgerforums (http://www.jakobus-peregrino.de).
Zu einer
Herberge für die Jakobusfreunde Münster ist das Gemeindezentrum der
Jakobuskirche in der Aaseestadt geworden. Hier findet am Donnerstag (28.
November) um 19 Uhr eine Lesung aus dem neuen Pilgerbuch statt.
Gesammelt wird für die Opfer der Naturkatastrophe auf den Philippinen.
Freitag, 22. November 2013
Mal heiter, mal andächtig
Einmal möchte ich euch heute auf den Zeitungsartikel aus den Westfälischen Nachrichten, Müsters Tageszeitung aufmerksam machen:
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