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Mittwoch, 5. März 2014

2. Etappe: Münster - Rinkerode



Um 6.40 ging der Wecker, da um 7.00 Uhr Gebet war. Anschließend wurde ich darauf angesprochen, dass ich die Antworten so gut kann. Mama & Papa danke für die spielerische Erziehung in Überwasser! Nach dem Frühstück gabs noch ein zweiten Tee und Unterhaltung mit dem ‘Pilgerbeauftragten‘. 

Anschließend wurden meine Sachen gepackt, das Wetter war nunmal heute mehr regnerisch :/ Also musste die Regenhose raus geholt werden - jippi so konnte ich diese einweihen^^ 

Nachdem ich meine Kontaktdaten da gelassen habe und noch ein Stempel in meinen Pilgerausweis bekommen und dann gings los das erste mal der Muschel nach.  

Ich freute mich, vergaß alle weh wechen und schaute was der Tag so mit mir machte: 

Es ging zur Lambertikirche bei der ich gestern schon war, bevor ich dort ankam konnte ich zunächst den Markt riechen, also es erinnerte mich an meinen Onkel und meine Tante die dort einen Kaffeestand haben (der sehr zu empfehlen ist), der von dort fast einsehbar war. 
Es ging aber weiter zur Kirche. Ein Foto in kompletter Montur wurde vor der Muschel am Gebäude gemacht und auf ging es in die große weite Welt.



Zunächst Richtung Ludgerikreisel und dann die Hammerstraße entlang, nach dem Wolters bog ich bald links ab, sodass ich Mamas Arbeitsstelle von hinten Winken konnte. 

Mich haben einige gefragt warum ich von der Haustür loslaufe um dann nach Münster reinzulaufen. Rinkerode liegt doch in der Richtung von Albachten. Ja ich bin also ein Stück zurück gelaufen. Aber so konnte ich gestern noch einige nette Stellen sehen und Abschied nehmen & so erging es mir heute auch: 

Erst einmal kam ich an der Kirche vorbei, bei der es auch eine Stempelstelle gibt. Meine alte Spanisch Lehrerin hatte mir den Stempel auf Ihre Karte gemacht. Noch einmal ganz herzlichen Dank für den Telefon-Joker! 

Als ich nun so weiter ging viel mir ein, dass ich den Patern kein Geld für Ihre Fürsorge dagelassen hatte. Entschuldigt! Ich komme dann wenn ich wieder da bin mit einem Kuchen vorbei zum quatschen, so wie Frau Sonntag das gemacht hat ;-) 

Leider ist es mit meiner Nase noch nicht wirklich besser, so benötigte ich einige Taschentücher. Ich hatte die von meiner Mannschaft mitgenommen, das erkannte ich daran, dass sie nach Kaffee rochen :D
Liebe Grüße an euch Mädels (: 

Es ging immer weiter und so kam ich zum Düsbergweg. Eine Möglichkeit an meine Patentante und Cousinen zu denken, die zu meiner Kinderzeit dort gewohnt hatten. Es ging über die Bahnschienen - welche NACH mir schlossen - rein in den Wald. Dort hatten wir auch schon mal eine Fahradtour hingemacht. Ich musste daran denken wie der Familienkreis versuchte die Teebeutel mit dem Mund so weit wie möglich zu werfen. 

Wie bei der Probetour fing dann meine linke Schulter an zu schmerzen. Es zeigt meine Trauer an das was ich jetzt für einige Zeit vermissen werde, aber auch meinen Willen wie ich durchhalte und weiter mache. 

Es ging bald an einer Straße entlang die mehr für Autos gedacht war. Wie ich mich freute später an die ruhigen Bahnschienen zu kommen. 
Langsam wurde das Wetter auch besser, obwohl die Türme zu sehen waren, wurden sie von weiß umschlossen. 

Es ging an meinem Praktikumsplatz der Oberstufe vorbei (Steuerberaterbüro) rein nach Hiltrup, vorbei an der Clemens Kirche. 

Zwischen dem Kanal verläuft der Emmerbach. Da mein Körper sich nach Pause sehnte machte ich dort eine Rast um mein mitgenommenes Käse Brot zu mir zu nehmen. Es war jedoch ein wenig windig und mir wurde kälter. Da ich auf meine Gesundheit aufpassen muss, zog ich also lieber doch schnell weiter. 
Für die weitere Strecke holte ich zum ersten mal meine Stöcke raus. Papi danke für die Dinger & nochmal Danke für dein Süßen Brief !!

Nachdem ich die zweite Brücke nun überquert hatte und leicht runter ging fühlte es sich ein wenig so an als würde ich das Münster nun hinter mir lassen und in die neue unbekannte Welt treten. 

Kurz darauf kam ich an einem Golf Platz vorbei. Da viel mir direkt ein wie ich mit meinen Mädels aus der Oberstufe SwingGolfen war. Chicas war supi mit euch :-)!


Weiter ging es zum Hiltrupersee. Dort wollten gerade 2 Frauen zu Ihrer Tour mit Stöcken starteten. Die eine wünschte mir "buen camino". Sie erzählte, dass sie vor einigen Jahren selber den Weg gegangen war ab St. Jean Pied-de-Port. Sie fand Roncesvalles nach den Pyrenäen toll und meinte ich könne ja ein Stoß Gebet zu Ihr schicken.

Nach einiger Strecke entdeckte ich ein Schild für Fahrrad Fahrer: 5km nach Rinkerode.

Ich nahm die 5m entfernte Bank und stärkte mich zunächst mit der eingesteckten Banane. Außerdem freute ich mich schon wieder darüber wie praktisch der gekaufte Trinkschlauch ist - super Investition!  
Da die Sonne ein wenig raus kam entschloss ich mich dazu meine wieder trocken gewordenen Regensachen einzustecken. Puh ich habe wohl unter der Hose sehr geschwitzt, da meine normale Hose feucht war.

Beim wieder loslaufen merkte ich meine Füße kaum. Die Schulter wurde für einige Zeit wegen den Stöcken wieder besser, aber ich kann jetzt schon sagen, später merkte ich sie wieder :/
Meine linke Hüfte musste erst wieder in Betrieb kommen, aber macht euch daheim keine Sogen! Die frische Luft tut gut und wird mich schon wieder Gesund machen ;-))

Eine Zwischendurch Anmerkung: In Münster war keiner Regristriert der so Jung war wie ich, jedoch sind dort einige her gekommen die auch ans Ende wollten. Wie sie das gemacht & geschafft haben weiß ich jedoch nicht.



Ich hatte nun die Bahnschienen erreicht, sie waren die einigste Konstante für den letzten Weg. Denn die Vögel wurden durch Lärm zwischendurch unterbrochen: Bevor ich an den Schienen angelangt war hatte ich schon ca 2 Züge gehört. Auf meinem Weg kam mir ein gelber entgegen, ein roter und gelber von hinten. Einer mit Lasten entgegen. Ein Auto überholte mich. Noch ein gelber kam mir entgegen. Eine Lock mit Tanker von hinten, sowie die rote Bahn von vorne. Ansonsten bekam ich ein vorgeschmack auf lange Straßen an denen sich Wiese, Wald und vereinzelt Häuser aneinander reihten. Noch eine gelbe Eurobahn schoss an mir vorbei sowie eine rote von hinten beim unterqueren der Schienen. 

Dieser Abschnitt war also nach einiger Zeit geschafft und es ging in Rinkerode zur Kirche rein.
Dort konnte ich mir meinen Pilgerstempel in der Kirche abholen - zum ersten mal *Jubel*

Beim weiter gehen des Weges zeigte die Volksbank 10°C an. Ich lief den Weg weiter um dann vom Weg abzubiegen zu der Familie die mich heute beherbergt.

Da ich so ‘früh‘ dran war (14:00) bekam ich noch Mittagessen ab. Das war lecker!

Ich kann im Spielzimmer schlafen :D 
Nachdem ich das Haus kennen gelernt habe, machte ich mich unter die Dusche. Ich hatte ordentlich geschwitzt und wollte weiteres Krank werden vermeiden. Ob ich das geschafft habe weiß ich nicht. Meine Hüfte und Schulter schmierte ich mir mit Anika Salbe ein, in der Hoffnung, dass nun alles besser wird.

Die Familie ist nett! 
Gerade habe ich an Ihrem Pc den Bericht geschrieben. 
Mal schauen was mich noch so erwartet, bis bald

Rebekka


Ich mit meiner Familie vor dem Start. Danke Frau Kleekamp für das Foto!

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