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Mittwoch, 12. März 2014

9. Etappe: Gevelsberg - Wuppertal-Beyenburg

Gestern Abend konnte ich bei meiner Gastgeberin schonmal im Jakobseegführer Band 2 Blättern. Außerdem erzählte sie mir ein paar Geschichten von Menschen die sie schon aufgenommen hatte.
Ich kam zudem in den Genuss eine Mathearbeit einer 10. Klasse Hauptschule zu sehen.

Jetzt war ein neuer Tag und es gab erstmal Frühstück!

Nachdem ich im Gästebuch ein paar nette Worte hinterlassen hatte, packte ich meinen Rucksack. Mit dem Auto ging es zum Rathaus/Markt wo ich gestern aufgehört hatte, bekamm eine herzliche Umarmung und so durfte ich den Tag wieder ins Ungewisse starten.

Ein Opi dachte ich wüsste nicht wo es lang geht und wollte mir den Weg zeigen. Ich bedankte mich, wusste ja wo es lang ging.

Auch heute habe ich wieder ein Spruch, er hing als Magnet am Kühlschrank:

„Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel.“

Johann Wolfgang von Goethe

Aus der Fußgängerzone heraus ging es ein Berg hoch. Ich hätte ihn mir mit dem Auto ersparen können, aber ich hatte ja Zeit um dieses Erlebnis zu machen :D

Ich war wohl so fixiert den Hügel zu erklimmen, das ich eine Abzweigung verpasste. Vor dem Ortsschild, das Schwelm in 4km anzeigte, entledigte ich meiner Jacke und nahm nun die schwerere und unschöne Strecke auf mich.

Ich fand den Anschluss wiedrr und überlegte wie ich den Pfeil zu deuten hatte, als ich geradeaus ging entdeckte ich einen kleinen Pfad und erinnerte mich an die Worte meiner Gastgeberin. Ich war Richtig!

Oben auf dem Berg nach der Jugendherberge konnte ich links und rechts bei Sonne jeweils ein Tal entdecken. Was eine Belohnung!

Leider muss ich erwähnen, dass schon zu Anfang meine linke Schulter die gestern so gut mit gemacht hatte, wieser anfing zu ziehen :((

Ich war in einem Knöttermodus aus dem ich nicht so recht raus wuste. Der Weg ging wieder abwärts, auf Waldboden. An einer Abzweigung entschied ich mich dafür dem Wandersymbol zu folgen, diese stimmten meistens mit meinem Weg überein.

Im Hintergrund hörte ich einige Zeit die Musik von so einem Wagen der Schrott einsammelt.

An einer großen und schönen Pferdeanlage war meine Muschel zu sehen. An alle Reiter, z.B. Denise G dir würde dieser Natur Springplatz bestimmt riesig gefallen!
Ich empfand es als ein “kleines“ Erholungs Paradies ((:!

Nach einigen Metern an der Straße führte der gekenzeichnete Weg links her. Würde ich weiter an der Straße laufen, so würde die Kennzeichnung den Weg kreuzen und nach rechts führen. Dort würde sie auch nur ein Schlenker machen um wieder auf die Straße zu führen. Jetzt musste ich mich also entscheiden, was ich machen wollte.

Ihr fragt euch sicherlich wofür ich mich entschieden habe?
Beim betrachten der Karte einigte ich mich darauf erst einmal der Straße zu folgen. Dies wurde mit dem Geruch von frisch gemähtem Gras belihnt.

Nach einer kurzen Rast an einer Bushaltestelle, um die Schulter zu entlasten, ging es weiter. Es müsste gleich meine Muschel wieder auftauchen und dann kann ich die alternative ca doppelt so lange Strecke gehen, die mich aber durchs grüne führt!

Ich dachte an Klaudias satzt, sie bezeichnet sich als “Caminoschneke“ und ich fühlte mich gerade auch so. Dein Armband vom Mädels-Wochenende ist wenn ich laufe immer an meinem linken Arm ((:

Ich dachte zurück an die Auto fahrt. Hatte ich bevor ich aufgebrochen war, doch noch die Unterwohnerin kennengelernt und dann von Bea ein paar Hintergrund Informationen erhalten. Dadurch kamen wir auf den Ort Oer-Erkenschwick zu sprechen. Die Erfahrungen Pfingsten dort auf der Pferdewiede mit Plumpsklo taten mir hier gut!!

Da ich meine dicken Sachen anhatte fühlte ich mich ein wenig wie ein Spiegelei :D

Ich war kurz davor von meinem Handy das Navigationssystem zu nutzen, doch zuvor entdeckte ich ein Stadtplan.

Ich hatte es gar nicht gemerkt und war schon weiter Stadt einwärts gelaufen. Da konnte ich jetzt auch nichts mehr dran ändern....

Ich stelte dabei aber fest, das ich trotzdem das Haus Friedrichsbad gesehen hatte, welches in meinem Wegführer ala Sehenswert ausgeschrieben war. Am Hais Martfeld, welches auch sehenswert sein sollte kamm ich durch das ‘falsch‘ laufen nun nicht vorbei.

Nun passte ich auf die nächsten Schilder zu sehen. Immer an der Straße zu laufen emofand ich für  doof. Da ich die Karte entziffert hatte, wusste ich wohin ich musste. Es sollte gleich rechts gehen in die Hauptstraße ein.

Ich war mir sicher richtig zu sein. Was war da los das ich heute kein freund mit den wegweisern war?
Es sollte doch irgendwie laufen.

Die anderen genossen die 14° der Sonne im Cafe. Ich lief weiter vor mich hin.....

Es ging an der Christuskirche vorbei. Von den andern hatte ich Hunger bekommen.
Ich einigte mich darauf ein wenig ins freie zu laufen und dann zu rasten.

Ersteinmal durfte ich auf dem Boden das Muschel zeichen entdecken.
Meine Gurte hatte ich vorhin ein wenig geändert, so lief es wieder viel besser ;-))

Ich kam an Info Tafeln die an Häusern angebracht waren vorbei die einen historischen Stadtrundgang bildeten.

Achtung, jetzt ging es sehr lange hoch. Tipp für schwache Füße: vorher rasten!!

Beim hochlaufen sollte man die direkt Abzweigung nach rechts nicht verpassen. Als die normale Straße nun aufhörte nahm ich die Bank zum Pause einlegen bevor ich den Wald weiter erklimmen durfte.

Ich habe also 1 Woche in den  Knochen. Somit 19Wochen die ich  irgendwie interessant füllen darf :O

Heute gab es das Brötchen von Herdecke und eins von heute was ich mitgenommen hatte.

In der Zeit meiner Rast passierte dies: Auto mit älterem Paar kam an und hielt. Die blieben aber drin sitzen. Warum stiegen sie nicht aus? Dann kam eine Jüngere Frau mit Auto an und stieg aus.  Sprach mich an was ich machte. Andere Dame stieg in der Zeit aus damit beide zusammen mit den Hunden gassie gehen konnten. Ihr Mann fuhr jedoch Weg; dafür kam ein neuer Flitzer mit Mann und Hund der mir guten Appetit wünschte.
Wer es nicht so mit Hunden hat, sollte hier aufpassen!

Ich verstaute meine Jacke fachmenisch. Legte Taschentücher parat. Holte mir Motivation durch Papas schreiben. Schaute an wie der Restlichen Weg aussah + Wo bekam ich ein Stempel?!

Ohha meine Pdf Datei mit Stempelstellen in Westfalen war zuende. Ich löschte sie also, brauchen würde ich sie ja nicht mehr :D Nun hatten also andere Dateien herzuhalten.

Ein Paar mit Hund war von ihrem Rundgang zurück(ich hatte sie vorher starten sehen). Der ganz linke Weg war der richtige zu meinem Ziel. Danke für die Erkenntnis!

Heute war mein Kopf kratzbürstig. Genug getrunken und frische Luft hat er aber bekommen. Mhhhh. Trotzdem musste es weiter gehen.

Erstmal nahm ich ein Grasweg zwischen Büschen her. Die Sonne war da. Also ab in die Natur und zur Wupper - jippi

Mir drückte etwas im rechten Schuh sodass ich Ihn auszog, kontrollierte und neu schnürte. Es war nichts gefunden worden aber auch nicht behoben. Da musste ich nun durch^^

Ich gelangte nun an einen Bach. Das Plätschern entspannte mein Gemüt ein wenig. So durfte ich nun einige Zeit mal Näher, mal weiter Weg neben dieser Kulisse herlaufen. Mit einem abbiegen nach links überquerte ich das Plätschern und verließ den herlichen Weg. Es war ein schönes Stück gewesen, doch nun durfte ich mich wieder einem Anstieg hingeben.

Ich fühlte mich als könne mein Kopf nichts klares und sinnvolles produzieren. Gut das ich nur gehen musste :D

Immerhin hatte ich heute schon einige Höhenmeter irgendwie hinter mich gebracht. Das reichte mir volkommen als Leistung aus.

Oben angekommen sah es ein wenig wie eine Lichtung aus und ich konnte weit weg Wald erkennen. Jetzt nutzte ich die Gelegenheit um wirklich aufs Klo zu gehen. Ab in den Busch - Jungs seid froh das ihr es bissel leichter habt *haha*

Nachdem ich weiter gezogen war traf ich wieder auf eine “Lichtung“ ;dabei hörte ich Kettensägen. Da waren also die Dinger die hier zwischendurch schon immer mal aktiv waren ;D

Ich hatte hier sowohl die Sonne als auch die Erholung des Waldes (Wärme und Erfrischung). Eine gute Abwechslung!! Dazu trug mein Herz voller dankbarkeit die Liebe mit!

Einige würden sagen ich befand mich mitten in der Pampa. Da besann ich mich darauf, dass ich genau deswegen diesen Weg ging. Ich hatte die Zeit und somit die Möglichkeit diese Ecken von Deutschland erlaufen und entdecken zu dürfen und das noch mit ganz viel Sonnenschein.
Wir sollten uns im Alltag mehr darauf besinnen! Die Augen schließen, den Weg entlang von Feld und Wald sehen. Die Sonne die uns bescheint, der Wind der uns erfrischt und die Vögel die so vor sich her trällern.
Auf das einfache, das ruhige, das Dankbarsein. Die Welt und das eigene Leben zu genießen, anstatt es zu zerstören!!!

Ich kann es nur nocheinmal erwähnen, wie glücklich es mich macht und mir Kraft gibt:

Das ihr an mich einfach nur denkt.
Das Ihr mir liebe Nachrichten zukommen lasst.
Das ihr meine Einträge aus interesse lest und mir liebe Worte darunter schenkt.
Das immer jemand da ist der mich unterstützt.
Danke meiner Familie die mir immer zur Seite steht.
Meinem Freund, der mich “gehen“ lässt.

Ihr erwärmt mein Herz wenn ich mich einsam fühle :-))

Bei diesen Gedanken stand ich vor einer Scharf Herde. Wie sie dort an unterschiedlichen Ecken grasten erinnerte mich daran, wie wir Menschen mal mehr mal weniger von einander entfernt sind. Uns zufällig oder Bewusst treffen.

Ich ging zwischen einigen Bauernhäusern vorbei. Vor dem.einem Haus saßen zwei kleine Kids, die waren ganz süß, und sagten zuckerzart: Hallo

Ich sag euch!! Die Strecke hatte heute einige Überraschungen für mich parat. Wie z.B. nun ein dünner Trampelpfad im Wald nach unten.
Dieser gelangte, so durfte ich feststellen, zu einer Straße, die Fahrzeuge hatte ich in der ferne schon wahrgenommen, also in die Zivilisation.

Ich hatte den Ort des Etappe Ziels fast erreicht. Hier hätte man auch abkurzen können. Ich war heute aber schon genug kuddel muddel gelaufen. Ich hielt mich an den Weg der mich am Berg entlang führte; er war schön und ich freute mich auf das einmaschieren somit von ‘der anderen Seite‘

Ich musste mich beim laufen dazu ermahnen erstmal anzukommen und nicht auf dem Weg schon das danach und Morgen zu bedenken. Ich hatte dazu später bestimmt noch genug Zeit.

Ich war an der Kirche St. Maria Magdalena angelangt. Hier endete Band 06.
Nun mussten für die nächsten Tage die Fotos des Band 01 herhalten. Bis ich auf den Weg des Band 02 gelange.

Ich Löschte Fotos von 06 die ich als zusatz zum Buch mitgenommen hatte und schaute nach der Richtung. Ersteinmal war ich genervt -> bis ich eine Muschel erblickte.

Die erlangte Orientierung sollte mir für heute erstmal reichen. So versuchte ich ins Stadt Innere zu gelangen. Dabei stellte ich fest, das ich dies nicht finden konnte. Gab es überhaupt eins??

Es war irgendwie alles Mist. Gut das es Google Maps gibt; aber was ist in Frankreich?
Ich fand heraus, das der Weg zum Bett doch nicht so weit war also zog ich einige Meter zur Eisdiele zurück.

Dort bestellte ich mir ein Crepe mit Karamellsauce. Nutzte die Zeit um einige Zeilen in mein Tagebuch einzutragen. Auch die Finanzen in Deutschland notierte ich, sie standen schon in meinem Büchlein von den Teamern der Bewegten Kids - außerdem notiere ich mir dort die Adressen drin - jetzt wollte ich sie für euch für eine spätere Übersicht auch digital zusammen zu fassen.

Nach meinem Aufenthalt, der Pause machte ich mich wieder auf den Weg. Um sicher zu gehen betätigte ich einen angeruf, den keiner entgegennahm. Also wagte ich den weg ins ungewisse!

Irgendwie merkte ich immer noch eine Qual in mir und wusste nicht wieso. Nicht verzagen, wird schon wieder vorbei gehen ;-))

Dann kam der erlösende Rückruf . Meine nacht war gesichert. Es lief sich den Rest eindeutig besser, obwohl ich immer noch bissel schiss hatte.

Es war ein längerer Weg, ich hätte vielleicht auch geholt werden können - aber das gehörte zur heutigen Lektion einfach dazu.

Barbara arbeitete gerade im Garten. Sie zeigte mir Dusche und Zimmer und ich konnte mich erfrischen.
Es gab zum Abendessen Suppe und Brot. Außerdem konnte ich in den zwei neuen Büchern stöbern.

Der Weg für Morgen war geklärt. Also alles gut hier ;-))

1 Kommentar:

  1. ==> „ Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel.“ <==

    . . . dann haben wir es ja wohl richtig gemacht, denn von Deinen "Wurzeln"
    schreibst Du und Deine "Flügel" probierst Du gerade aus . . .
    Ich bin stolz auf Dich ! ! !

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