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Dienstag, 11. März 2014

8. Etappe: Herdecke - Gevelsberg

Ich war also alleine im MiniHotel und habe dort mal mein Oberteil gewaschen, da ich doch herausgefunden hatte wie die Heizung funktionierte, war es auch am Morgen trocken.

Gestern hatts ich herausgefunden wo ich heute entlang muss, damit der Start gut klappt. Außerdem hatte ich mir Remoulade für meine Brote gehilt. Leider war die nicht so toll!

Zudem habe ich die Sonne am Ufer genossen bis sie untergegangen war.

Und jetzt ist ein neuer Tag, den ich wieder neu Starten darf ;-))

Auch für heute habe ich ein Spruch, den ich beim Frühstück entdeckte. Er war auch in einem Aufsteller wie ich ihn Geschenk bekommen habe.

>>Wir reisen nicht nur an andere Orte, sondern vorallem reisen wir in andere Verfassungen der eigenen Seele.<< Werner Bergengruen

Nachdem ich alles geschafft hatte und eine neue Methode für die Blasen entwickelt hatte (ihr werdet noch von ihr lesen) machte ich mich um 9.30 bei Nebeltau mit beflügelten Herzen auf den Weg :-)

Direkt kleinen steilen Waldpfad hoch. Puh meine Füße waren nich nicht warmgelaufen. Schön wars aber!

Ich hatte mich heute Morgen gefragt wo die Sonne geblieben war, jetzt war ich einfach nur glücklich das Vigel gezwitscher und die frische Waldluft zu haben. Der Anstieg machte den Körper warm.

Ich hatte also den Kaiserberg erklommen und fühlte mich wie im Herbst, bei dem ganzen Laub was hier rumlag (:

Ein dank nochmal an Papa und die Stöcke, sie erleichtern das laufen meist richtig gut. Für die kurzen auf und abs sind sie auch klasse, da der Griff sehr groß ist und somit verschiedene Möglichkeiten zum festhalten bietet. Dadurch brauche ich sie nicht ständig verstellen ;-))

Es ging über mindestens 15 Bahnschienen hinüber, auf denen Personen- und GüterZüge fuhren.

Zu erwähnen ist, dass uch hier glücklich über meine Größe bin. Sie und meine guten Augen ermöglichen es mir die nächsten Muscheln zu sehen und somit an Kreuzungen den Weg manchmal einfacher zu finden.

Weiter führt der Weg über eine Steile Brücke. Ich Nahm sie, da ich unten auch nicht überfahren werden wollte. Pilger müssen schon was mitmachen :D

Ein Herr im höheren Alter war freundlich und bestätigte mir nach meiner Frage, das ich mich auf dem richtigen Weg befand. In dwm Moment entdeckte ich auch die verblasste Muschel...

Beim so weiter laufen hatte ich an gestern gedacht:
Ich war mit Crocs, Hose und Hemd in der City unterwegs und darauf gab es von einigen Mitmenschen Reaktionen. Jetzt schlägst 13 wie läuft die den rum. Hey ich bin nicht Assi, nur eingedchrenkt im Hab und Gut. Ach und danke das ihr dem Mann platz gemacht habt, ich ändere gerne mein Geschlecht oder Alter.

Nun gibgs am Friedhof vorbei mit Muslimischen Grabstätten, das finde ich höchst spannend und klasse!

Kurz vor 11 klingelte mitten im Wald mein Handy. Das Telefonat brachte mir die Information, dass eine Unterkunft für mich sicher sei. Da war ich super ehrleichtert, kann ich euch sagen.
Zudem kannte Herr Grimm die strecke und sagte mir, dass es später richtig sei über ein Hof mit weißem Haus zu gehen. Ich bekam.sigar noch eine zusatz Information. Es handle sich dabei wohl um das Haus des Douglas besitzer.

Ich lief ständig durch Wald das war ein kontrast zu gestern an der Straße. An einer stelle waren Tannen gefällt worden, sodass es schön nach ihnen duftete.

Ich sag euch für den Weg braucht ihr gutes Schuhwerk. Meine Hohen Schuhe haben schon einige falschen Tritte abgefangen, sodass ich mir nichts getan habe.

Die Streckw war wirklich Nix für leute die hoch und runter nicht abhaben können - mit kleinem Ruckksack ist das natürlich nochmal etwas anders vom gehen; muss dabei betont werden.

Bei so einigen Anstiegen helft Ihr Leser und Freunde mir. Ich stelle mir dann immer vor wie ihr alle hinter mir steht und mit eurer Hand aufpasst das ich nicht nach hinten Weg kippe. Wie ihr mich nach oben anschiebt. Also Danke für alle eure Nachrichten, egal in welcher Form [:

Nun folgten einige einladenen Bänke, ich hatte mir aber gesagt nur kleine Schnaufpausen zu machen und dafür, wenn ich die Hälfte geschafft habe. Eine Größere.

Ich überquerte somit das Gut von ‘Douglas‘ und erhielt dann noch einen Anruf. Nun wusste ich genau zu welcher Uhrzeit ich wo erscheinen konnte und erfuhr das es heute sogar Abendessen für mich gab.

Nun dachte ich hagen-Haspe erreicht zu haben. Es kam jedoch noch ein.Trampelofad, sodass ich meine Stöcke erstmal draußen behielt. Mit der Pause musste ich mich also noch ein wenig gedulden.

Mein Knie macht das ohne Bandage heute ganz gut! Ich habe überigens wieder alle langen Sachen und Jacke an. Ich merke kein Schmerz, nur den Muskel der arbeitet. Solange ich ihn nicht überfordere ein gutes Zeichen um das Knie zu stabilisieren!

Sinne rauskommt <-{ Notiz von der ich nicht mehr weiß was sie bedeuten soll

Ich erreichte zum zweiten mal ein Wohngebiet auf dem Weg in die Innenstadt, dabei musste ich jedoch erstmal einige Treppenstufen runter laufen. Das war kein Zucker schlecken!

Ich möchte hier die Möglichkeit nutzen an alle Kranken zu Gedenken. Die im Krankenhaus liegen oder auch an die, die durch bestimmte Einschränkungen neue Lebensziele fürs glücklich Leben suchen müssen.
Dabei können wir uns ein Beispiel an den Menschen nehmen die gerade bei den Paralympics sind.

Ich war mir nicht mehr sicher ob ich hier gestern den.Sandstein erwähnt hatte. Doppelt gemoppelt hält besser! Auf ihm stand noch 2667km bis Santiago. Heute werden es noch weniger für mich sein :-))

...Zudem fragte ich mich über wie viele Brücken war ich schon gelaufen und würde ich noch laufen...

Es ging nun wirklich durch die Fußgängerzone. Hier gab es noch den Laden Woolworth. Also in MS ist der schon lange weg.
Ich war aber auch schnell wieder raus aus diesem Teil.

Um mich freudig auf eine Bank niederlassen zu können musste ich erst noch einen.asphaltierten.Anstieg hoch. Jetzt konnte ich meine Banane und eins der Brote mit Salami und Remoulade genießen.

Ich hatte also meine erste Etappe meines Führers für heute hinter mir gelassen. Also schon ca 10 km auf dem Puckel.

~> Die Strecke könnt ihr hier nach lesen: Jakobswege Wege der Jakobspilger in Westfalen Band 6 Etappe 10.

Was erwartete mich jetzt:

Nochmal 10km wobei Anstieg mit 20% angegeben war. Die Karte versprach ein interessanten Weg an der Natur vorbei. Da lassen wir uns mal überraschen!

Die Pause sollte meinem Körper die Möglichkeit geben sich zu erholen, um mit mehr Energie weiter machen zu können.
Dafür ass ich noch ein Brot mit Remiulade und Kochschinken und füllte mein Wasser um/auf.

Meine Schulter konnte sich für einige Zeit frei und ohne Last bewegen und ich faste meine Vorangegangen Worte in Texte zusammen. Als ich alles fertig geschrieben hatte, war eine gute Zeit vergangen, sodass ich nun.weiter durchstarten konnte.

Die erste Strecke war ich sehr ‘eingefroren‘; ich weckte mich mit einem Tritratrullala-Gesang auf ;-)))

Die Sonne die zwischen den Bäumen hervorkam sagte mir das ich richtig sei. Hatte ich doch nur zwischendurch ein anderes Wandersymbol gesehen. Aber umkehren kam echt nicht in Frage!

Auf dem Waldboden entdeckte ich zudem ein Frosch, der einfach still sitzen blieb.

Kurz dadrauf entdeckte ich auch eine Muschel. Alles gut schön easy bleiben ^^

Waldweg Waldweg Waldweg - herlich! Mir wurde warm weil ich flott daherzog und die Sonne genoss!

Ich hatte ja ca 30 Minuten Pause gemacht. Um 14 Uhr erreichte ich den Infopoint. Stand hier: 2645 km

Schranke drunter klettern

Als ich wieder einen Waldanstieg meisterte besinnte ich mich darauf, wieso ich diesen Weg ging. Ich wollte schließlich mich mit Dingen der Vetgangenheit beschäftigen. Hier hatte ich ein Anhsltspunkt. Ich wollte zeigen das ich Stärker war, das mein Kopf sich keinen Dummheiten hingeben muss. Ich möchte allen anderen auch diese Stärke geben. Das sie es schaffen von Zigaretten, Alkohol, Ritzen, Drogen, oder anderen Suchten los zu kommen. Ihr Leben wieder selbst zu bestimmen. Die Einsicht und die Hilfe dafür erlangen!!

Ja solche Probleme nehmen mich mit. Rühren mein Herz an was helfen möchte. Ich muss lernen, das nicht jede Hilfe richtig ankommt oder gewollt ist.
Aber wer Hilfe Inanspruch nehmen möchte, kann diese bei mir erlangen.

Ich muss sagen es tut mir gut diesen Blog zu schreiben. Festzuhalten wo ich hergegangen bin. Was uch gesehen und erlebt habe.
Andere können daraus Informationen für ihren Weg ziehen, mein Zuhause kann an mir teilhaben und die Menschen die in mein Gehen mit eingenommen werden erfahren dies auch.
Für mich fühlt sich das zur Zeit richtig an.
Auch weil ich dadurch zum anhalten, päuschen machen und nachdenken angeregt werde.

Ich finde es jeden Abend auf neue spannend wie ich es doch geschafft habe wieder so einen langen Eintrag aus vielen Textteilen hinzukriegen :)

Während ich das so schrieb blieb die Natur gleich, ich hangelte mich an einem Berg entlang/drum herum. Die Worte flossen gerade so schön, hoffentlich auch während meines Studiums nach der Reise :D

Links lag der Hügel. Rechts die Häuser die ich nicht durchschreiten musste, da ich den Wald, seine Atmosphäre und Wege erleben durfte.

Beim ‘Forsthaus‘ ich glaube es war eine Gaststätte, holte ich mein Apfel raus. Ich konnte ihn genießen, weil die Strecke keine Stöcker benötigte.

Zu meiner Übernachtung zurück zu kommen. Das ist dort eine Institution, seit vielen vielen Jahren. Dafür gibt es Gästebuch einträge.
Wenn ihr wissen wollt was ich bei den unterschiedlichen Gelegenheiten geschrieben habe, müsst ihr den Weg selber gehen und die Daten nach blettern.

Um drei hatte ich also wirklich das Haus des “Kümmerers“ erreicht.
Ich lief nun, aber mit einer Abkürzung weiter ins innere ;-))

Der Weg verläuft eigentlich weiter am Berg entlag und schlengelt sich da so her. Ich nahm ein wenig Wohnviertel um dan wieder auf den Weg zu gelangen (zu den Fröhlichs runter, vor dem Tunnel links an den Bahnschiene vorbei bis ans Ende wo die Muschel wieder zu sehen ist)

Denkt nicht das die Straße kurz ist, sie zieht sich auch gewaltig. Mit ducken Sachen an und Sinne von vorne ist es zudem sehr muckelig auf der Stirn unter den Haaren.

An den bahnschienen gelang ich auf den Weg und hatte ca 2-3 halbkreis Gänge erspart. Da es rot wae, hörte ich durch ein Auto fahrer “Sexy, du bist ne Waffe für die es keinen Waffenschein giebt“

Ich sah mal keine Muschel, dafür aber einen Stadtplan. Hatte ich dieses Teil in.Dortmund vermisst!!!

552 Gevelsberg Rathaus. Dort lief ich hin und dachte an die 552 Dülmen. Diesen Bus nutzte ich mit Anna manchmal nach der Schule. Eine schöne Zeit - ich war gerne deine Busbegleitung.

Heute Morgen beim Telefonat hatte mich Dietmar Grimm.gefragt wann ich in Gevelsberg sei, ich hatte spontan mit “um vier“ geantwortet. So war es auch!

Ich setzte mich auf eine Bank vor das Rathaus und freute mich, den zweiten Ort, die zweite Etappe gemeistert zu haben.

Meine Schulter ging heute ganz gut, der Nacken zog ein wenig aber das würde ich wie alles andere wohl auch in den Griff bekommen ;-))

Nun begab ich mich also ins Rathaus. Mit dem Aufzug fuhr ich in den 3 Stock zum Zimmer 308.

Ich klopfte und öffnete die Tür. Ein sympathischer Mann begrüßte mich.

Im Nebenzimmer konnte ich meinen Rucksack abstellen. Bekam ein Stempel und durfte beim kurzen Plaudern feststellen das Dietmar mit seiner Frau und den Fröhlichs schon öfters Wandern war und auch Erfahrungen von Spanien haben. Ich konnte mich also darauf freuen ein Interessanten Abend mit leckerem essen zu haben.

Ich überbrückte die Zeit wo noch gearbeitet werden musste mit Notizen machen und Freunden schreiben *hihi*

Dann lernte ich die Frau kennen und wir fuhren zu den Grimms, ja so wie im Märchen, nach Hause. Hier kochte der Herr. Ich hielf beim Kartoffeln schälen und schneiden und portionierte das Dessert.

Da die Eltern von Dietmar sich mit ihrem Kartenspielen vertan hatten, kam ich in den Genuss von einem Glas Rose was übrig war.

Tortilla de Patatas sollte es geben. Salat stand bereit und als Nachtisch gab es eine spazialität aus Ei und Mandeln und Zimt. Dies wird wohl wie ein Kuchen mit Puderzuckerkreuz in den Bars kurz vor Santiago serviert. Ich bin also gespannt :-))

Achso, der Nachtisch ging in Ofen. Ich dachte schon - bin von zuhause gewohnt das rohe Eier nicht so gesund sein können. Also war alles gut! Aber die Tropfen die daneben gegangen waren, hatten lecker geschmeckt *mhhh*

Alles war in Ordnung gebracht. Und so konnte nun das wirklich leckere essen genossen werden.

Ein gemütlicher und schöner Abend ging also zuende.
Nun bin ich bei Frau Fröhlich zum übernachten, die super nett ist.

Eine Mathelehrerin mit zwei tollen Töchtern die schon viel von der Welt sehen durften.
Das darf ich zur Zeit ja auch *jippi*

Nun wird sich schlaffertig gemacht, also bis Morgen!

3 Kommentare:

  1. Schön von dir zu lesen und du hast übrigens die erste 100km-Marke schon überschritten - das ist doch ein Anfang!
    Anne

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    1. Ja ich weiß auch nicht bei welcher Marke ich bin, bei so vielen Metern vor mir muss man das aber auch nicht umbedingt wissen :D
      Danke aber für die positive Nachricht. 100 sind doch schön ;-)

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  2. => Ein dank nochmal an Papa und die Stöcke,
    sie erleichtern das laufen meist richtig gut. <=

    Habe ich doch gerne getan . . .

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