Als Guten Morgen Grüße erreichte ich den Dank meines Vaters, den ich gestern über den Marktkollegen grüßen hab lassen :-)
Wach werden, nicht nachdenken, Packen, Frühstücken, fertig machen, loslaufen.....und dabei ruhig und gelassen mit Pausen gehen.
In meiner Unterkunft ist bis 13 Uhr Flohmarkt und bis 18 Uhr wohl jemand da.
Es gab zum Frühstück 2 Brötchen und dann noch Kiwi und Annanas für die Gesundheit. Kriegt man in Spanien Ananas, würde mich mega freuen!!
Nach dem bezahlen stapfte ich los. Schönes Wetter war draußen, es ging zunächst durch eine Wohnsiedlung raus aus Werne. Ich machte Rast um meine Jacke abzulegen.
Ich hatte mir vorgenommen die Uhr außen vir zu lassen.
Puh war das warm so früh am Morgen, wie sollte das nur weiter gehen?
Die Bank im Schatten nutzen und ein paar Minuten runter kommen, dann im Schneckentempo weiter gehen....
Immer wieder kleine Pausen machen, den Körper kurz Ruhe geben. Dann würde es bestimmt auch besser klappen (:
Gut das ich mein Wasser nachgefüllt hatte - das würde ich heute bestimmt gut brauchen. Ich nutzte die kleinen Momente um zu trinken, festzuhalten was ich erlebt hattw. Um tief ein und aus zu Atmen und die Natur auf mich wirken zu lassen.
Ich stand gerade auf dem Hügel den ich erklommen hatte. Zuvor hatte ich auf der linken Seite Bäume die mir vor em Fels & der Sonne schatten gaben. Danach unterquerte ich die Schienen und ging hoch. Die Belohnung hier ist kühler Wald, also alles in Ordnung.
Gut ist das der Radweg meist identisch ist und bei unsicherheiten man auf die Beschilderung mit achten kann - so als Tipp am Rande!
Es ging an der Straße vorbei in ein Kies Landweg und weiter über eine Weide durch Tore durch auf den nächsten Wald zu.
Hatte ich doch Glück mit dem Wetter im März!!!
Ich kam aus den Wald raus und es war weit und breit keine Muschel zu sehen. Ich entschied mich links zu gehen, sah ein Schild nach Werne und drete um. Auf einem Hif saß ein Mann er bestätigte mir das der rechte Weg zum Cappenberger Schloss ging. So durfte ich also nun an der Straße entlang laufen und schauen was passierte.
Ich war oben angekommen, beim Schloss und sah meine Muschel wieder. Jippi!!
Ich zog weiter am Schloss vorbei. Den Weg runter den ich mir ebend erarbeitet hatte. Gut das ich als Stütze fürs Knie die Bandage angetan hatte.
Außerdem war ich froh darüber es geschafft zu haben den Kopf einigermaßen auszuschalten.
Ohhaaa nach dem "Wildpark" ging es schon wieder hoch. Da laufe ich auch gerne, wenn es nicht wieder runter gehen würde. Fahrrad fahrer denken da wohl anders herum :D
War ich diesmal gedankenverloren an einem Schild vorbei gegangen?
Immerhin ein Aldi bei dem ich schonmal Brot, Salami und 3 Äpfel kaufen konnte. Eine Frau fragte mich ob ich den Weg hier un Deutschland gehen würde. Sie dachte ich hätte mehr Erfahrung. Sie fliegt im Mai nach Madrid und macht den Küsten Weg. Da die Schlange solange brauchte notierte ich mir die Dinge.
Vorhin hatte ich mir schon überlegt das die Hände auch Hirschtalg benötigen wegen der Anstrengung mit den Stöcken; und schon habe ich an der rechten Hand innen beim kleinen Finger eine Blase. Verdammt!
Das Gps sagte mir das ich wirklich vergessen hatte abzubiegen und auf der Hauptstraße sei. Nach dem einpacken musste ich also schauen wie ich weiter laufen wollte.
Ich hatte mich nicht verlaufen, ich war einfach mein Weg gegangen!
Nach dem Aldi links und schon war ich da wo es her ging. So lies der Apfel als Snack sich genießen!
Ich sah den Bahnuntergang und wusste anhand der Karte das ich schon wieder vorbei war :D ich musste aber nicht zurück sondetn einfach anders durch das Wohngebiet laufen. War hier wer unterwegs gewessen und hatte zu wenig Kleber?? Naja das unterwegs sein und gefordert werden tut mir gut.
Ich hatte heute gelernt, dass es mein Weg ist. Das ich darüber entscheiden kann ob ich zufrieden bin. Da ich tun und lassen kann was ich will. Weil es keine virgabe gibt wie der Weg zu verlaufen hat und somit niemand über Richtig oder Falsch Urteilen darf. Wer es doch tut, ist sein Problem - der wird das alles nicht erlebt haben!
Kart und hier noch Handy Navi und der Weg zum Bahnhof war gefunden. Jetzt konnten die Sehenswürdigkeiten angeschaut werden. Postkarten gesucht (diesmal wirklich!) Und dann zum weiteren Etappen Ziel der Unterkunft.
Aber ich wusste, das war nicht das Ende. Genauso wenig wie Santiago das Ende ist. E ist nur ein Punkt auf der Karte der mir Helfen soll, die Welt mit anderen Augen zu sehen (:
Ich machte sogar extra umwege um die Persiluhr zu finden; beim Führer sah das anders aus.
Ich hatte mich daran gewöhnt wer anderes zu sein. Andere um Hilfe fragen tat ich nun auch schon mit einem veränderten Gefühl!!
Ich ging über die Brücke, wollte die Kanus Fotografieren. Da wünschte mir ein Mädchen ca in meinem alter, mit dem Rad unterwegs, Buen Camino *freu*
Auf dem Foto habe ich zudem die katholische Kirche erwischt ;-))
Die Postkarten gehen leider erst Montag Abend weg, aber ich habe sie verschickt und an euch gedacht ;-) Der Wille zählt!!
Die evangelische Kirche hat zu, ich hoffe ich kriege in meiner Unterkunft ein Stempel - der wäre was besonderes.
Ich mache mich auf den Weg dort hin. Ich habe keine Angst mehr vor der ersten längeren Strecke. Pünktlich los gehen, eine wirkliche Mittagspause machen und dann komme ich auch an - Ich habe ja die Zeit dafür ;-))!
Auch die Hetz Jesu Kirche, die nicht im Buch stand, hatte an diesem Samstag zu.
-> Deutschland zu Fuß zu entdecken ist toll.
Langsam gefällt ea mir auch die Stadt noch zu betrachten. Mein Körper wird Fitter und die Orte interesaanter :D :D
Ich war angekommen, bekam Wasser und konnte aufs Klo. Hier war alles ein wenig in Umbau, und viele Frauen am Rumhantieren - da heute Vormittag ein Flohmarkt (?) stattgefunden hatte.
Ich hatte erfahren, dass ich noch gut 4 Stunden in Gesselschaft blieb. So entschloss ich mich zu Duschen, die Schuhe los zu werden und die Blasen heilen zu lassen.
Vielleicht konnte ich hier später noch Kuchen absahnen :P ansonsten war schräg gegenüber ein Supermarkt. Falls ich doch noch auf mehr essen Lust bekommen würde.
Ein Bett gibt es hier nicht, ich denke da ist ein Sofa; nur mit dem Lüften müsste ich noch schauen *hehe*
Jippi ja ich sahnte Brötchen und Kuchen ab. Also hatte ich keine Sorgen mehr und konnte den restlichen Tag auf mich wirken lassen.
Nach dem duschen setzte ich mich zu den zwei Jungs die da waren und wir unterhielten uns. Das tat gut. Nach einiger Zeit mussten sie aber wieder weiter arbeiten, ich schaute Ihnen also beim Lampe anbringen zu. Wer kann das schon sagen unterwegs erlebt zu haben!
Auch die Einrichtung hier ist nett, sie wird gerade renoviert - gut für die Jugend hier. Hoffentlich nehmen die das Angebot an. Es ist so wichtig das Kinder in Austausch kommen; hier gibt es die Super Möglichkeit dazu!
Weitere Infos findet Ihr hier:
http://www.stadt-insel.de/
Außerdem konnte ich kurz den Computer nutzen. Ich finde es war ein Klasse Tag!
Hallo Rebekka! Jeden Tag verfolge ich deinen Weg in deinem Blog. Mein Kommentar von gestern scheint irgendwie "weg" zu sein, vielleicht habe ich was falsch gemacht.
AntwortenLöschenHeute klingst du das erste Mal so, als ob du so langsam auf deinem Weg ankommst und vielleicht etwas weniger an zu Hause gedacht hast. Ich glaube, gerade als junger Mensch der noch nie alleine war, oder von zu Hause weg war, ist es schwer sich erst einmal an die "Einsamkeit" zu gewöhnen. Gerade weil der Weg von der Haustür so lang ist, man weiß, dass man seine Lieben lange Zeit nicht sieht, ist es etwas ganz anderes als wenn man in St. Jean P.d.P. startet und weiß in einem Monat ist man wieder zu Hause.
Ich finde es klasse, was du machst und ich freue mich bislang jeden Tag über Sonnenschein, denn dieser macht den Start, die Umstellung, das sich auf den Weg machen zu Anfang leichter, als wenn man nur durch starken Regen laufen würde.
Buen Camino, alles Gute
Anne
Ja das ankommen wird besser, weil die Gedanken nach zu Hause andere, klarere werden ;-)
LöschenIch finde es schön, dass Ihr mich verfolgt und unterstützt. Das tut gut!!
Mit dem Sonnenschein hast Du vollkommen recht, aber ich weiß ach das Regen Tagen kommen werde - für den Anfang bin ich Petrus aber echt ziemlich dankbar :D LG
Hallo Rebekka,
AntwortenLöschenich kann Annes Eindrücke nur bestätigen. Und ich habe großen Respekt vor Deinem Mut, den Weg von der Haustür an zu gehen.
Übrigens muss ich mir den Satz "ich hatte mich nicht verlaufen, ich war einfach meinen Weg gegangen" für meinen nächsten Camino merken ;).
Ein weiterhin sonniges Wochenende wünscht
Jürgen
Danke Jürgen, ich hoffe Ich hattet auch ein schönes Wochenende, vielleicht mit Grillen ? :D
LöschenDer Satz kam mir so in den Sinn, und er zeigt wirklich, dass ich schon mehr eins bin mit meinem Weg ,-)) Liebe Grüße zurück :*
Hola Rebekka,
AntwortenLöschen"von der Raupe zum Schmetterling" auch ich verfolge jedem Tag mit Interesse deinen Blog und auch ich bewundere deinen Entschluss, als junger Mensch von zuhause den Jakobsweg zu gehen.
Auf meinen ersten Jakobsweg, den ich 2008 als 59 jähriger mit dem Fahrrad von "zuhause" antreten konnte, hatte ich als Tagesmotto jeden Tag einen Spruch. Der Spruch des ersten Tages, des Tages des Aufbruchs, lautete: "Wo gehen wir denn hin? Immer nach Hause." (Novalis) Dieser Spruch hat sich bewahrheitet und gilt auch noch nach 6 Jahren ... auch du bist auf den Weg nach Hause... von der Raupe zum Schmetterling ... liebe Rebekka, dir weiterhin einen buen Camino
Ahhhh - schon wieder ein Hammer Spruch! Ihr seid die besten <3
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