Es gab Frühstück und ich durfte mir auch was mitnehmen. Die Sachen wurden gepackt und ich dachte über die Nachricht nach die ich von Andrea kurz vorher bekommen hatte.
Ja es fällt mir momentan schwer, ich fühle mich noch fast zu Hauss. Aber ich glaube es wird heute besser; da ich einige Dinge gestern Abend klären konnte.
Die Sonne scheint wieder und es liegen ca 12 km vor mir. Also genug Zeit um schöne Dinge anzuschauen:
Dazu gehörte das Schloss Westerwinkel. Ich hatte gestern in der Kirche ein Aushang gesehen, das dort keine Beschilderung vorhanden sei. Als ich das Radschild mit 15 km entdeckte bog ich zum trotz erstmal in die andere Richtung ab. Um mir den Schloss Innenhof anzuschauen. Anschließend machte ich mich auf den Weg zurück und ging an einer riesigen Golfanlage entlang.
Ich wollte den Weg annehmen. Ankommen. Daher machte ich zwischendurch pausen um mich umzuachauen, wie herlich die Natur ist & das ich sie genießen darf und andere im Büro sitzen müssen. Ich schaute zurück, was ich geschafft hatte. Hinterlassen habe ich nichts, da ich wieder komme!
Nun verließ ich das erstemal die Asphaltierte Straße, es ging auf einen Feldweg. Dort standen links, von wo die Sonne kam, Bäume. Angenehmes feeling!
Ich muss lernen nicht so stark nach vorne zu schauen. Es wird klappen! Ich habe den ganzen Tag Zeit und muss nicht schnell machen. Wenn ich für den Tag angekommen bin, muss ich mich ja wieder anpassen und die Zeit rum kriegen. Alles nicht so einfach ihr lieben!!
Es ging wieder auf den Asphalt, waren die Strecken doch alle auch für Radfahrer ausgelegt.
Mein Bruder schrieb mir: " Bekki, ich wünsche dir einen wundervollen Tag & das dich nicht nur die blau-gelbe Muschel leite, sonder auch ein schönes blau gelbes Wetter "
So laufe ich also dem blauen Himmel und der gelben Sonne entgegen, immer weiter nach Spanien.
Dort wirs mein Knie dann wohl Muskeln haben und die Schulter sich an die Last gewöhnt haben, zudem sollte es dort wohl weniger Gewicht werden!!
Ich machte heute immer kleine Stopps und Trank nicht im laufen. Das starten verlief auch immer gut - wahrscheinlich sehen die Füße hinten nicht so toll aus, dafür machen sie aber richtig gut mit (((;
Ich habe heute auf meinem Weg am Baum ein gemaltes Zeichen gesehen. Sehr schön!
Da der Wind zwischen den Feldern ordentlich wehte, nahm ich mein schwarzes Funktionstuch und nutze es als Stirnband. Durch meine Haare war es kaum zu sehen, aber du Ohren vor weiterer Erkrankung geschützt.
Meine Schulter machte Faxen aber ich will das nicht. Als ich nach meiner Pause wieder aufstand um loszugehen merkte ich das mein Knie nun auch sich kurz melden wollte. Da war mir klar, zum Schutz sollte die Schmerzfablette doch eingeworfen werden.
Das Knie berappelte sich durch die Bewegung auch wieder. Nur mit meiner Schulter bin ich nicht zufrieden ://
Beim reinlaufen in den Kern von Werne kamm ich an einer Mutter vorbei die Ihr Kind auf dem Arm hielt. Es bestaunte den Mischwagen bei der Baustelle.
Liebe Grüße an meine tollen Nachbarn! Danke Frau Engels für den Engel ;-) und wie Ihr bei den Fotos zur Party sehn könnt, der Schutzengel den mir Lohmanns gegeben haben ist an meinem Rucksack immer bei mir.
Heute durfte ich auch zum ersten mal feststellen, dass Häuser nicht gleich das ankommen am Ziel bedeutet. Natürlich war das hier noch harmlos, aber ich erinnerte mich gerne daran was die andern Pilgerfreunde mir erzählt hatten. Freu dich nie zu früh, meistens musst du noch einige Zeit vorher durchs 'wunderschöne' Industriegebiet.
Schon auf meinem Weg hier her hatten die Autos Un - Kennzeichen. Jetzt durfte ich feststellen, dass dieae schon zu diesem Kreis gehören.....genauso wie bei meinem Opa!! ;D
An der Kirche vorbei ging es über den Marktplatz. Dort bauten die Beschicker gerade Ihre Stände ab. Es ging weiter zum Kloster.
Da ich ziemlich früh da war, ass ich meinen Apfel und hielt schonmal das passierte fest. Die Sonne war zwar schön, aber so wurde mir kalt. Ich musste also etwas tun. Die Zeit nutzen. Nachdem ich einmal um Block gegangen war kam ich aber an meine Ausgangsstelle zurück. Ich hatte keine Lust mehr zu laufen. Ich war doch eigentlich an meinem Ziel angekommen. Was gab es schon spannendes zu sehen. Ja ich weiß ich kann ein Muffel sein!
Somit hatte ich mich dazu entschlossen in die Kirche der Kapuziner zu gehen. Dort war kein Wind und ein wenig wärme - ich muss ja an meine Gesundheit denken!
Ich genoss somit die Sonne durch die Fenster, saß in der Stille und hörte von draußen ein paar Geräusche.
Ich nahm mir Bücher die auslagen um mich zu besinnen. Ich war unterwegs, auf mich allein gestellt um mich nochmal ganz zu finden.
Hier konnte ich damit Anfangen auf dem Weg anzukommen. Mich zumindest ein wenig zurück gezogen zu fühlen......
Ich hatte mir "Umkehr gibt Hoffnung" angeschaut.
So wie es sort genannt wurde. Ich gehe zur Natur zurück. Ich lerne die Dinge neu schätzen. Ich lerne dadurch anders zu lieben.
Mein Herz beherbegt viele Dinge, danke das ich alle diese Erfahrungen in mir aufnehmen durfte.
Einigen Menschen habe ich in Situationen hier schon gedankt, andere werden vielleicht noch vor kommen und wieder andere werde ich nicht nennen sondern dies mit mir selber ausmachen. Seid euch sicher, ich habe ein offenes Ohr!
Ich will nochmal auf meine Übernachtung in Rinkerode zurück kommen, danke das ich bei euch sein durfte! Sanna hatte nach ihrem Improtheater von den Mantras erzählt und wie sie ihr Jahr in Australien angegangen ist.
Ich trete in andere Welten ein. Wohne bei fremden. Aber nur weil es fremd für mich ist habe ich kein Recht zu Werten. Ich kann feststellen wie gut ich in der Situation klarkomme, aber mein Gegenüber kann das einfach ganz anders sehen.
Ich darf mich durch alle Erfahrungen bereichern lassen und bin Dankbar dafür.
>>August Strindberg:
Beneide niemanden, denn du weißt nicht, ob der Beneidete im stillen nicht etwas verbirgt, was du bei einem Tausche nicht übernehmen möchtest. <<
Nach einigem Warten, durfte ich dann feststellen, dass das Kloster kein Platz für mich hatte.
Es gab ein Stempel und dann ging es rüber ins Hotel.
Nach einem Telefonat mit Papa kümmerte ich mich um eine Dusche und meine Blasen.
Ja ihr werdet wohl zu meinem Tagebuch!
Was macht man, wenn man nicht zuhause ist?
Da ich das Hotel bezahlen muss habe ich erstmal ausführlich geduscht (Ob das so gut war für die Blasen).
Zudem habe ich meine Klamotten auf Bügel aufgehängt, damit sie auslüften können.
Auch die Socken wurden gewaschen, da dort was vom Blasenflaster dran gekommen war.
Ich kümmerte mich um mein Körper und lies gleichzeitig den Tv laufen. Ja den Luxus hatte ich heute wieder :D
Ich werde noch versuchen die nächsten Unterkünfte sicher zu machen - flexibel muss ich trotzdem bleiben.
Später wirs noch Abendbrot gesucht und gefragt wie das Morgen früh ist :-))
Euch allen daheimgebliebenen einen schönen Freitag Abend! :*


3 Tipps für deine Füße von mir: in jeder Pause Füße lüften bis sie wieder ganz trocken sind und ein paar Socken mind. eine Woche lang tragen, also nicht zu hüfig wechseln, abends Hirschtalg auf die Füße.
AntwortenLöschenIch hatte nur 2 harmlose Blasen ;-)
Zu dem Buch: ich hatte meins letztes mal auch zurückgelassen um Gewicht abzubauen, jedoch glaub ich auf einer längeren Reise ist es schön mal Pause von seinen Gedanken zu bekommen
http://sternenheim.blogspot.de/
auch wenn es sich mit den Socken ekelig anhört, es hilft wunder!
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